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Wie jedes Jahr waren wir auch dieses Jahr wieder auf Sommerlager. Diesesmal ging es am 7. Juli nach Zellhof am Mattsee im schönen Salzburger Land. Ein Teil reiste mit dem Zug und dem Bus an, der andere Teil mit dem Auto. Der Wettergott meinte es gut mit uns und an den ersten beiden Tagen lachte uns die Sonne, dadurch waren die Zelte und vor allem die neuen Jurten schnell aufgestellt und schon konnte es mit dem Motto "Sagalaga" begonnen werden.
| | Acht WiWös nahmen die beschwerliche Reise nach Zellhof ins berühmt-berüchtigte Sagaland auf sich um sich zu neuen Märchenfiguren ausbilden zu lassen. Als Rotkäppchen - Azubis meisterten sie eine Stadterkundung in Mattsee. Von Robin Hood lernten sie, wie man schnitzt und wie man Botschaften durch Geheimschriften verschlüsseln kann.
Bei einer aufregenden Schnitzeljagd im Wald konnten sie außerdem ihre Fähigkeiten im Bodenzeichen lesen unter Beweis stellen und damit Hänsel und Gretel den Weg nach Hause zeigen. Nachdem sich Schneewittchen hilfesuchend an die acht WiWös wandte, da sie das Zwergenhaus vor lauter Müdigkeit in Brand gesteckt hatte, halfen die kleinen Helden auch ihr, ohne mit der Wimper zu zucken und bauten mit der tatkräftigen Unterstützung der RaRos Markus und Wolfi in Windeseile eine wunderschöne Zwergenhütte.
| Doch damit nicht genug! Aschenputtel trat am letzten Tag mit einer riesen Bitte an die WiWös heran: sie wollte so gerne zum Tanzfest gehen und hatte noch sooo viel zu tun. Das war eine Ehrensache für die angehenden Märchenfiguren, sie putzten das WiWö - Haus blitzeblank und Aschenputtel hatte an diesem Tag frei und träumte von ihrem Märchenprinzen. | | Jetzt fragt ihr euch sicher wie die acht das alles geschafft haben, nun sie hatten eine großartige Unterstützung...Pauli, unser Koch umsorgte sie von früh bis spät mit Essen und las ihnen auch zwischen den Mahlzeiten jeden kulinarischen Wunsch von den Augen ab. Nachdem sie sich die ganze Woche so toll bewährt hatten, wurden die WiWös am letzten Abend bei feierlicher Stimmung am Lagerfeuer endlich zu neuen Märchenfiguren ernannt ... und wenn sie nicht gestorben sind, dann reimen sie noch heute. Für die GuSp gab es dieses Jahr eine ganz besondere Herausforderung. Der Erzähler hat sich doch tatsächlich über die alten Märchenfiguren Merlin, Tischlein-deck-dich, Rattenfänger von Hammeln und Rotkäppchen beschwert – angeblich waren sie zu alt und träge und lieferten nicht mehr genug Stoff für gute Märchen. Aber die ausrangierten Märchenfiguren hatten einfach keine Lust mehr – sie wollten endlich ihren wohlverdienten Lebensabend genießen. |
Natürlich boten sich die GuSp an zu helfen. Der Erzähler gab ihnen eine Chance, zu beweisen, dass sie gute Nachwuchsmärchenfiguren waren. So machten sich die GuSp mit Begeisterung an die Arbeit: sie durchlebten die verschiedensten Charaktere – von Zauberer über Ritter bis hin zu Prinzin und Prinzerich und meisterten diverse Aufgaben. | | Als Zwerge errichteten sie eine beeindruckende Lagerbaute, als Ritter mussten sie knifflige Rätsel lösen und eroberten den Drachenschatz, sie verblüfften die Menge mit Zaubertricks, erkundeten als Waldläufer den nächsten Ort und noch vieles mehr. Sie waren so fleißig, dass sie den Erzähler eindeutig überzeugen konnten. Als neugeborene Märchenfiguren hatten sie nur mehr eine letzte Aufgabe: eine Zwei-Tages-Wanderung ganz alleine!
Doch auch das erledigten sie bravourös! So konnten die alten Märchenfiguren in die wohlverdiente Pension gehen und Tischlein-deck-dich durfte sich seinen Lebenstraum erfüllen und endlich ein Restaurant eröffnen!
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Ca/Ex und Ra/Ro teilten dieses Jahr beinahe zur Gänze ihr Programm. Somit konnte viel auf die Beine gestellt werden, wie das bonzenhafte Lagertor mit integrierter Sauna und Sonnendeck, das abends auch zum Leuchtturm umfunktioniert wurde. Besonders die Sauna sprach sich schnell herum und lockte die ein oder andere Gestalt an. Unabdingbar war natürlich auch die Veranstaltung eines Hikes, welches heuer ganz besonders anspruchsvoll sein sollte. | | Die Kooperation zwischen Ca/Ex und Ra/Ro ging so weit, dass wir uns gegenseitig eine Wanderung inklusive "spezieller" Rätsel ausdachten. Respekt an dieser Stelle an alle CaEx, die die komplette 50 Kilometer-Strecke mit unzähligen Höhenmetern in eineinhalb Tagen zurücklegten! Natürlich darf der spezielle Schlafkomfort der Ca/Ex- und Ra/Ro-Jurten nicht unerwähnt bleiben. Man wurde fast immer von einer Wühlmaus rechtzeitig zum Frühstück geweckt. Wenns nicht die war, war es die unerträgliche Hitze, die nach 8 Uhr in den schwarzen Jurten herrschte. Weiters zu erwähnen sind unsere liebgewonnenen italienischen Nachbarn, die ihre Pfadfinder mit Disziplin und einem lustigen Pfeifchen auf Trab hielten. Natürlich wurde bei ihnen auch streng auf gesunde Ernährung geachtet. So konnten wir beobachten, wie der "General" einem Kind sein Kinderbueno weggenommenhat. Leider sind diese netten Leute viel zu früh abgereist. |
Zu guter Letzt hatten wir uns für dieses Lager einen besonderen Leckerbissen ausgesucht. Es ging zum Raften auf die Salach. Ein abenteuerliches Erlebnis der Extraklasse. Nachdem wir von unserem Guide eingewiesen waren, haben wir uns, aufgeteilt in 2 Booten, den doch einigermaßen wilden Strom, der aufgrund der heftigen Regengüsse der Vortage relativ große Wassermaßen führte, hinuntergetraut. | | Eingepackt in professionelles Neoprenequipment konnten wir sogar der unglaublichen Kälte eines deratigen Gebirgsstroms trotzen, dennoch war der erste Sprung ins eiskalte Nass wie erwartet grausam. Doch ab dann war die Kälte erträglich und der Spaß begann. Der Trip ging über mehrere Stunden und hatte einige spannende Situationen parat. Auch einige waghalsige Übungen, wie das Rodeoreiten am Bug oder das Balancieren am Rand des Bootes, sorgten für Spannung. In der Mitte der Tour wurde eine Pause eingelegt und an Land angelegt. Die Anlegestelle bestand aus einem Gebirgsbachzufluss mit einem kleinen Wasserfall, den wir sogleich hinuntergesprungen sind. Somit hatten wir im Zuge unsrer Raftingtour sogar ein kleines Canyoningerlebnis. Alles in allem erlebten wir an diesem Tag ein spannedes Abenteuer, dass wohl keiner von uns so schnell mehr vergessen wird! |
Es war immer schon Tradition bei den Biedermannsdorfer Pfadfindern, die Flaggen anderer Gruppen gegenseitig nach Einbruch der Dunkelheit zu stehlen. Auch an diesem Lager konnten wir es nicht lassen und kehrten schon am 2. Tag mit der Beute von 2 Fahnen und einem Schild (welches schon so alt wie die Pfadfindergupper Schwanenstadt selbst ist) zurück. Selbstverständlich bekamen die jeweiligen Gruppen ihre wertvollen Gegenstände auf die eine oder andere Weise wieder. | | Leider mussten auch wir die Schande über uns ergehen lassen, dass unsere Flagge von den deutschen Kollegen aus Fulda "gefladert" wurde. Doch dank der musikalischen Künste von "Guitarhero" Fox wurde sie uns am letzen Abend wieder ausgehändigt. Insgesamt war auch dieses Sommerlagerlager wieder ein voller Erfolg! Wir hatten eine menge Spaß und freuten uns besonders über das harmonische Zusammenleben der einzelnen Stufen am Lagerplatz! Natürlich freuen wir uns auf die Heimstunden des kommenden Jahres und auf das nächste Sommerlager!!
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